Zwangsstörungen
Betroffene von Zwangsstörungen leiden unter Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen. Diese drängen sich auf, werden als unsinnig und quälend wahrgenommen und führen zu grossem psychischem Leid und z.B. bei einem Waschzwang auch zu körperlichen Schädigungen wie einem Ekzem.
Zwangsgedanken beinhalten häufig Ängste um Verunreinigung oder Kontamination, Ängste anderen Personen Schaden zugefügt zu haben oder auch sexuelle Phantasien, die als störend empfunden werden. Viele Menschen haben ein Bedürfnis nach Kontrolle und Ordnung. Zwangshandlungen wie Waschen, Ordnen, Kontrollieren, Zählen oder irrationale Rituale gehen aber über ein sinnvolles Strukturieren des Alltags hinaus. Häufig besteht ein Zusammenhang zwischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen insofern, als die letzteres die ersteren zu verdrängen helfen.
Zwangsstörungen führen zu einer massiven Anspannung, sind zeitaufwändig und führen zu einer Beeinträchtigung des Alltags und auch einer Verschlechterung schulischer/beruflicher Leistungen.
Was sind die Ursachen von Zwangsstörungen?
Die Entstehung einer Zwangsstörung ist wie die einer Angststörung multifaktoriell, d.h. es lässt sich nicht eine einzige Ursache finden. Es kann eine genetische Vorbelastung bestehen, psychosoziale Belastungen aber auch organische Faktoren (internistische oder neurologische Erkrankungen) können als Auslöser vorliegen.
Wie klären wir Zwangsstörungen ab?
Neben dem Gespräch und Fragebogen zur Erfassung des Schweregrades der Zwangssymptomatik leiten wir ein EEG (Hirnstromkurve) ab, um mit Hilfe von Neuromarkern die Funktionsstörung im Gehirn besser erfassen zu können.