Angststörungen

Angst ist eine überlebenswichtige Emotion. Sie mahnt zur Vorsicht bei drohenden Gefahren. Ohne Angst wäre ein Überleben des Individuums und auch der Spezies Mensch nicht möglich. Bei Angststörungen kommt es aber auch in Situationen zu intensiver Angst, in denen keine eigentliche Bedrohungslage besteht. Die Angst äussert sich v.a. in körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwitzen, Hitzewallungen, einer gesteigerten Darmtätigkeit und Zittern. Daneben kommt es zu einem Gefühl des Kontrollverlustes und der Ohnmacht. Die wichtigsten Formen von Angsterkrankungen sind die Panikstörung, die Agoraphobie, die soziale Phobie und die generalisierte Angststörung.

Was sind die Ursachen von Angststörungen?

Die Entstehung einer Angststörung ist wie bei den meisten psychischen Störungen multifaktoriell, d.h. es lässt sich nicht eine einzige Ursache finden. Es kann eine genetische Vorbelastung bestehen mit gehäuften Angsterkrankungen in der Familie. Häufig nicht sicher von einer genetischen Belastung zu unterscheiden ist das erlernte Angstverhalten durch die Erziehung, wenn Mutter oder Vater an einer Angststörung leiden. Psychosoziale Belastungen aber auch organische Faktoren (internistische oder neurologische Erkrankungen) können Angsterkrankungen auslösen.

Wie klären wir Angststörungen ab?

Wie bei psychosomatischen Stressymptomen umfasst die neuropsychiatrische Abklärung neben dem Gespräch und Fragebogen zur Erfassung des Schweregrades der Symptomatik in erster Linie elektrophysiologische Untersuchungen: mit Hilfe eines EEGs (Hirnstromkurve) und eines  psychophysiologischen Belastungstests können häufig eine Überaktivierung der Angstzentren im Gehirn und eine vegetative Fehlregulation nachgewiesen werden. Die Resultate helfen dann auch, eine geeignete Behandlung zu planen.