rTMS - Wissenschaftlicher Hintergrund.

Versuche, elektrischen Strom und Magnetfelder therapeutisch zu nutzen reichen bis in die Antike zurück. Erst in den letzten 30 Jahren machten jedoch universitäre Forschung und technische Fortschritte die Entwicklung der repetitiven Transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) als einfach anzuwendende Therapie-Methode möglich.

Barker hat im Jahr 1985 als erster mit Hilfe einer magnetischen Stimulation des motorischen Kortex des Menschen eine Bewegung des Daumens der Gegenseite auslösen können: transkranielle Magnetstimulation (TMS). Mit der Entwicklung von Geräten, die repetitive Impulse auszulösen vermögen, konnte Pascual-Leone 1996 den ersten Beweis erbringen, dass eine repetitive Stimulation des linken Stirnlappens eine antidepressive Wirkung hat.

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Seither haben es zahlreiche technische Entwicklungen und Forschungsresultate ermöglicht, dass die Methode nicht nur an Universitäten und grösseren Kliniken sondern auch in Arztpraxen zur Anwendung kommen kann. Die Hauptanwendungsgebiete sind heute die Behandlung von Depressionen, chronischen Schmerzen und Halluzinationen bei Schizophrenie:

In den letzten Jahren wurden Fachgesellschaften gegründet, welche zum Ziel haben, Hirnstimulationsmethoden wie die rTMS weiter voranzubringen:

Die Anzahl wissenschaftlicher Artikel in renommierten Zeitschriften hat enorm zugenommen. Dies ist eine Zusammenstellung wichtiger Arbeiten: